
Rezension: Die Tribute von Panem
Die Tribute von Panem ist ein Sci-Fi Roman von Suzanne Collins, der im Jahr 2100 spielt.
Das Land Panem ist unterteilt in 12, ehemals 13 Distrikte, die alle etwas dazu beitragen, das Kapitol zu versorgen. Jährlich findet die Ernte statt, wo jeweils ein Junge und ein Mädchen aus jedem Distrikt gezogen werden, die dann in einer Arena sich zum Tode bekämpfen, bis nur noch einer als Sieger übrigbleibt. Dieses Ereignis nennt sich Hungerspiele.
Zu Beginn des Buches ist die Hauptprotagonistin Katniss Everdeen 16 Jahre alt. Am Tag der Ernte geht sie mit ihrer zwölfjährigen Schwester Prim zum Versammlungsplatz von Distrikt 12. Doch zum großen Unglück der Familie Everdeen wird Prim als Tribut für die Hungerspiele gezogen, aber Katniss meldet sich freiwillig für ihre Schwester.
Dann geht’s los. Katniss fährt mit dem anderen Tribut aus Distrikt 12, Peeta Mellark, ins Kapitol, um in der Arena zu sterben. Doch mitten im Kampf ums Überleben haben die Spielmacher sich dazu entschlossen, die Regeln zu ändern, damit beide überleben, doch diese Regel wurde zurückgezogen, nachdem alle Tribute, außer die beiden gestorben sind.
Als Katniss und Peeta sich aber dazu entschließen, gemeinsam Suizid zu begehen, machen ihnen die Spielmacher einen Strich durch die Rechnung und lassen beide als Sieger leben. Oder vielleicht doch als zukünftige Sklaven?
Suzanne Collins verwebt Trauma, Emotionen und Tod geschickt in einen Handlungsstrang mit dem einen oder anderen Plot Twist. Sie schreibt ihre Bücher mit Leidenschaft und das merkt man deutlich an ihrem Schreibstil, der interessant und aufstrebend ist. Sie kreiert ihre Charaktere so, dass sie wie eine Zwiebel aufgebaut sind. Sie haben mehrere Schichten, die durchzogen sind vom Trauma der Hungerspiele.
Die Art wie die Charaktere strukturiert sind, hat eine tiefere Bedeutungsebene. Am Anfang der Reihe denkt man sich oft: “Warum macht der Idiot so etwas?”, doch je mehr man liest, je mehr man sich in die Welt der Hungerspiele nach Panem begibt, desto mehr versteht man die Taten der Charaktere.