Neues Halbjahr, neues Glück! Die Neujahrsvorsätze haben jetzt schon die kritische 4-Wochen-Marke überschritten, doch hast du dich dazu durchgerungen und bei deinen Vorsätzen auch die Schule neben den Klassikern Sport, Essen und Freunden berücksichtigt? Wenn nicht, ist das gar kein Problem, denn dazu hast du jetzt nochmal Gelegenheit! Führe deine Mappe im neuen Halbjahr ordentlicher, vergiss keine Aufgaben mehr zu Hause und lerne konsequenter Vokabeln!

Ordnung

Es gibt überwältigend viele Möglichkeiten, Arbeitsblätter, Aufgaben, Tafelbilder und Mitschriften zu organisieren. Dabei ist keine per se gut oder schlecht – es kommt immer auf deine Bedürfnisse und natürlich die Umsetzung an.

Ganz klassisch – Schnellhefter

Muss man dazu viel sagen? Schnellhefter benutzen die meisten seit der Grundschulzeit – und das zu Recht: Dadurch, dass man für jedes Fach einen hat, muss man nicht immer alles im Ranzen herumschleppen (Stichwort: Dokumentenhalter zu Hause), und man kann die Mappen einfach abgeben.

Zu den Nachteilen zählt allerdings, dass es schwer ist, neue Blätter nicht ganz vorne einzuheften. Ungelochte Blätter landen ganz schnell lose irgendwo dazwischen. Die Blätter sind also (wenn überhaupt) nur chronologisch geordnet, und man muss suchen, wenn man ein bestimmtes Tafelbild von vor zwei Wochen braucht. Oder das Arbeitsblatt mit dem Inhalt für den Test, das ungefähr sechs Wochen alt sein müsste … damit zum Schnellhefter-Pro!

Klassisch und superpraktisch – Ringhefter

Auch hier herrscht wahrscheinlich wenig Erklärungsbedarf. Die Vorteile der Schnellhefter bleiben bei den dünnen Mappen mit „Schnapp-Ringen“ erhalten. Zusätzlich kann man neue Blätter ganz einfach irgendwo einordnen.

Ganz Motivierte können bunte Trennblätter einheften und so verschiedene Bereiche unterteilen: So könnte man z. B. Tests, Merkblätter und Tafelbilder in eine Kategorie, Arbeitsblätter und Aufgaben aus dem Buch in eine andere und (unnötige) Notizen, Kritzelblätter und Elternbriefe in eine dritte Kategorie einordnen. Ringhefter kann man genauso wie Schnellhefter abgeben.

Tipp: Ringhefter sind meistens relativ dick. Wenn du zwei Fächer (zumindest teilweise) an den gleichen Tagen hast, kannst du dir Platz und Geld sparen und beide Fächer in einem Hefter zusammenlegen. Verfahre ebenso mit Fächern, die so wenig Blätter benötigen, dass ein eigener Hefter sich kaum lohnt.

Nichts mehr vergessen! – Ordner

Wenn du jemand bist, der das „Tasche packen“ so nervig findet, dass er es meistens einfach komplett vergisst, könnte ein Ordner etwas für dich sein.

Der Vorteil: Wenn du den Ordner dabeihast, hast du alles dabei!

Der Nachteil: Du hast alles dabei. Das Ding ist recht sperrig und am Ende des Schuljahres auch sehr schwer. Dann muss man doch wieder jedes Fach einzeln unter die Lupe nehmen und Altes aussortieren. Außerdem muss man für Lehrer, die die Mappen einsammeln, ein oder zwei Schnellhefter dabeihaben und dann schnell umheften.

Mithilfe von Trennblättern kann in den Ordner wirklich alles rein: Jedes Fach bekommt ein Abteil, dazu kommen Elternbriefe und Formulare, leere Blätter (!!!) und etwas Platz für kreative Beschäftigung.

Tipp: Ordner kann man wunderschön gestalten – mit Fotos, Washi-Tape und Doodles.

Immer genug Blätter! – Collegeblock

„Hast du ein Blatt für mich?“ Wer ist diesen Satz mehr leid? Derjenige, der ihn ständig (zusammen mit einem lieben Blick) stellen muss, oder der, der ihn gestellt bekommt?

Eine sehr praktische Lösung ist ein Collegeblock, den man wie eine Mappe verwendet: liniert für Deutsch, Politik etc. und kariert für Mathe, Erdkunde und Naturwissenschaften.

Für Kreative – School Bujo

Ein School Bujo ist definitiv die individuellste Lösung – leider allerdings auch die aufwendigste. So könntest du anfangen:

-Kaufe einen punktierten oder karierten A4-Collegeblock.

-Und dann noch 20 Rollen Washi-Tape, 5 Bögen Sticker, ein paar süße Stempel, Fineliner, Brushpens, Klebezettel und Textmarker.

Allerdings muss man nicht so anfangen. Ich persönlich bin an jedem Notizbuch, das ich besonders schön machen wollte, gescheitert. Ich konnte nie dem gerecht werden, was ich mir vorgestellt habe, und außerdem vergisst man echt leicht, was man aufschreiben wollte, wenn man für die Überschrift 10 Minuten braucht.

Deshalb empfehle ich, ein Bujo für die Schule eher praktisch aufzubauen. Natürlich darf das, was ein Bujo ausmacht, dabei nicht vergessen werden. Deshalb werde ich jetzt auch nicht konkreter, denn du sollst das Ganze so gestalten, wie es dir gefällt. Grob sind folgende Abschnitte sinnvoll:

-Inhaltsverzeichnis

-Future Log

-Monthly Log

-(Weekly Log)

-Daily Log

-Ziele dieses Schuljahr(s)

-Notenübersicht

-und Platz zum Schreiben

Dabei kann man fast alles in das Monthly oder Daily Log schreiben:

Klausurtermine, Hausaufgaben, Dinge, die man nicht verstanden hat und wiederholen möchte, Abgaben von z. B. Elternbriefen oder Treffen mit Lehrern, aber auch Treffen mit Freunden, Bibliotheksfristen und Geburtstage.

Was nirgendwo reinpasst, bekommt einfach eine eigene Seite, und Aufgaben können dazwischen erledigt werden. Arbeitsblätter kann man zur Not einkleben. Und wem wirklich langweilig ist, der kann dann ja doch noch mit Stickern und Textmarkern loslegen.

Positiv an einem School Bujo ist auf jeden Fall, dass sich die Arbeit lohnt, denn man nimmt es (auch nachmittags) einfach lieber zur Hand, weil es so kreativ und individuell ist. Im besten Fall behält man seine Notizen so sogar über das Schuljahr hinaus und kann sie für die ZPs oder das Abi wieder hervorholen. Im Inhaltsverzeichnis findet man dann schnell das gesuchte Thema.

Allerdings ist es schwierig, seine Aufgaben abzugeben. Man kann einzelne Seiten herausreißen oder – wenn man von Anfang an weiß, dass die Aufgaben eingesammelt werden – auf lose Blätter schreiben, die man danach einklebt. Außerdem muss man recht oft neue Collegeblöcke kaufen, da einer für alle Fächer und sonstige To-dos nicht besonders lange hält. Ansonsten ist das Bujo aber vor allem eines: praktisch!

Teil 2 zu Lerntechniken folgt!