
Die unendlichen Weiten des Meeres
Ist es nicht erstaunlich, dass nur etwa 5–20 % des Meeresbodens erforscht wurden, während 80–95 % noch weitgehend unbekannt sind? Zudem wurden auch nur 5% des gesamten Universums erforscht, wobei die Ozeane der Welt um vieles kleiner als das Universum sind.
Doch was passiert, wenn wir diese wundervolle Unterwasserwelt durch Dreck und Verschmutzung zerstören?
Wir würden mit unseren Taten den Lebensraum unzähliger - mehr oder weniger erforschten – Meeresbewohner rauben. Dadurch würden nicht nur die Ozeane, sondern auch die Tiere aussterben. Außerdem wurden bereits durch das Angeln verschiedene Arten ausgerottet oder stehen auf der roten Liste, wie z.B. diese Tiere:
Akut bedrohte Meeressäuger und Reptilien
• Vaquita (Kalifornischer Schweinswal): Mit weltweit weniger als 10 überlebenden Tieren im Golf von Kalifornien das seltenste Meeressäugetier der Erde. Sie verenden primär als Beifang in illegalen Stellnetzen.
• Māui-Delfin: Diese extrem kleine Delfinart lebt vor der Westküste Neuseelands, ihr weltweiter Bestand wird auf nur noch rund 50 bis 64 Individuen geschätzt.
• Meeresschildkröten: Fünf von sechs Arten – darunter die Unechte Karettschildkröte und die Lederschildkröte – gelten laut Berichten von Greenpeace weiterhin als gefährdet oder vom Aussterben bedroht, primär durch Plastikmüll und den Verlust von Niststränden.
Bedrohte Fischarten, Haie und Rochen
• Hundshai & Kleiner Scheibenbauch: Gelten laut der aktualisierten nationalen Roten Liste für Meeresfische in deutschen Meeresgebieten der Nord- und Ostsee als direkt vom Aussterben bedroht.
• Gewöhnlicher Stechrochen: Diese Rochenart wurde kürzlich offiziell für die deutschen Gewässer als ausgestorben deklariert.
• Europäischer Aal: Steht global auf der Liste der kritisch gefährdeten Arten, da seine extremen Wanderwege durch Flussverbauungen und Überfischung blockiert werden.
• Dornhai & Seehecht: Beide Arten sind in den heimischen Meeren stark rückläufig und landen regelmäßig als unerwünschter Beifang in der industriellen Schleppnetzfischerei.
Bedrohte Lebensräume und wirbellose Tiere
• Zehnfußkrebse & Flusskrebse: Eine umfassende Analyse in Kooperation mit der IUCN zeigt, dass im Süßwasserbereich fast 30 Prozent aller Zehnfußkrebsarten vom Aussterben bedroht sind.
• Edle Steckmuschel: Im Mittelmeer leidet diese riesige Muschelart unter einem Parasiten, der durch die Erwärmung des Wassers begünstigt wird, und steht kurz vor dem Verschwinden
Wenn wir diese Arten weiterhin unter uns haben wollen, dann müssen wir unsere Verhaltensweise ändern und mehr auf unsere Umwelt achten.